Direkt zum Seiteninhalt

Pressemitteilung

Philologenverband Sachsen e.V.
Berufsverband für Gymnasiallehrer
Menü überspringen
Menü überspringen
Menü überspringen
Menü überspringen

Pressemitteilung

PVS 2025
Veröffentlicht von PVS in News · Mittwoch 19 Nov 2025 · Lesezeit 2:00
Unterrichtsversorgung an Oberschulen darf nicht zulasten der Qualität gymnasialer Bildung gehen
Der Philologenverband Sachsen (PVS) begrüßt die Bestrebungen des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
(SMK), den Unterrichtsausfall an den Oberschulen zu reduzieren. Gleichzeitig warnt der Verband eindringlich
davor, die dafür notwendigen Maßnahmen weiterhin einseitig auf dem Rücken der Gymnasiallehrkräfte
auszutragen. „Die Belastungsgrenze ist längst überschritten – mit spürbaren Folgen für die Qualität der
gymnasialen Bildung in Sachsen“, warnt der Landesvorsitzende Thomas Langer.

Zusätzliche Belastungen durch Maßnahmenpaket
Die im Oktober vorgelegte sächsische Arbeitszeituntersuchung bestätigt, dass Gymnasiallehrkräfte bereits vor
Einführung des aktuellen Maßnahmenpakets ihre Regelarbeitszeit deutlich überschritten haben. „Wer diese Studie
wirklich ernst nimmt, muss schnell handeln“, betont Langer. „Dass der Kultusminister mit seinen Maßnahmenpaket
vorgeprescht ist, ist unverantwortlich“, erklärt Langer. Die Kürzung von Altersermäßigungen und Abminderungen
für Schulleitungen, Fachberaterinnen und Fachberater sowie Lehrkräfte in der Ausbildung und die Reduzierung
dringend notwendiger Entlastungen für Lehrerinnen und Lehrer mit umfangreichem Einsatz in der Abiturstufe
haben die Arbeitsbedingungen an den sächsischen Gymnasien seit diesem Schuljahr weiter verschlechtert.

Kritik an Umsetzung der schulart- und standortübergreifenden Abordnungen
Der PVS erkennt an, dass Abordnungen in angemessenem Umfang ein mögliches Instrument zur Verbesserung
der Unterrichtsversorgung sein können. Die erstmals schulart- und standortübergreifenden Abordnungen seien
jedoch vom SMK unzureichend geplant und überhastet umgesetzt worden. Dies habe zu unnötigen
Mehrbelastungen für Lehrkräfte, Schulleitungen und Mitarbeiter des Landesamts für Schule und Bildung (LaSuB)
geführt.
Für künftige Verfahren fordert der PVS eine deutlich längere Planungsphase sowie die frühestmögliche
Einbindung der Personalvertretungen

Forderung: Maßnahmenpaket ab dem zweiten Schulhalbjahr aussetzen
Angesichts der dokumentierten Überlastung der Gymnasiallehrkräfte verlangt der Philologenverband eine
sofortige Reaktion. PVS-Vorsitzender Langer erklärt: „Das derzeitige Maßnahmenpaket muss zum zweiten
Schulhalbjahr ausgesetzt und grundlegend überarbeitet werden. Die Unterrichtsversorgung an Oberschulen darf
nicht durch Qualitätsverluste an den Gymnasien erkauft werden.“

Kultusminister trägt doppelte Verantwortung
Der PVS erinnert Kultusminister Conrad Clemens daran, dass seine Verantwortung über die Sicherung des
Unterrichts hinausgeht. Als oberster Dienstherr habe er zugleich für tragfähige und faire Arbeitsbedingungen
seiner Lehrkräfte zu sorgen.
Aus Sicht des Verbandes ist eine ausgewogene Balance zwischen Unterrichtsversorgung und Arbeitsbelastung
zwingend notwendig. Der PVS erwartet daher, dass der Minister diese Doppelverantwortung erkennt und in seinen
Entscheidungen künftig angemessen berücksichtigt.

Dresden, den 17. November 2025

Ansprechpartner: Thomas Langer (Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen)

Kontakt: 0171 4419759



0
Beiträge

Philologenverband Sachsen e.V.
Geschäftsstelle: Königsbrücker Landstraße 79
01109 Dresden

E-Mail:
info@phv-sachsen.de
Fon: +49(351) 8025247
Fax: +49(351) 8025241
HalloLogout
Zurück zum Seiteninhalt