SächsLArbZVO ändern!
Gymnasiallehrkräfte sind übermäßig belastet: Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung muss zum 01.02.2026 geändert werden!
Hier nochmals die wichtigsten Ergebnisse:
• Gymnasiallehrkräfte in Vollzeit arbeiten durchschnittlich 0,6 h über ihrem Soll; Teilzeitlehrkräfte überschreiten diesen Wert sogar um 2,6 h.
• Gymnasiallehrkräfte haben die umfangreichsten Vorbereitungs- und Korrekturzeiten aller Schularten.
• Lehrkräfte in der Oberstufe leisten - abhängig von ihrer LAV - 1,1 h - 1,4 h Mehrarbeit pro Woche. Dies ist vor allem auf einen deutlich erhöhten Anteil an Korrekturen zurückzuführen. Auch die Anrechnungsstunden K6/K9 kompensieren die Mehrarbeit kaum.
• In der intensiven Arbeitsphase von Weihnachten bis Pfingsten leisten insbesondere Gymnasiallehrkräfte in Vollzeit regelmäßig über 45 h.
• Vollzeitlehrkräfte, die als Klassenlehrer/in tätig sind, arbeiten im Schnitt 0,9 h mehr als Vollzeitlehrkräfte, die diese Tätigkeit nicht ausüben.
• Vollzeitlehrkräfte mit schul- oder personenbezogenen Anrechnungsstunden arbeiten im Schnitt 0,4 h pro Woche mehr.
Die im Abschlussbericht dargestellten Ergebnisse sind alarmierend – zumal die Datenerhebung unter Berücksichtigung der alten Anrechnungs- und Ermäßigungstatbestände vor der Umsetzung des Maßnahmenpakets erfolgte. Mit den durch das Maßnahmenpaket eingeführten Reduzierungen haben sich die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte an den Gymnasien zum Schuljahr 2025/26 nochmals deutlich verschlechtert.
Vor diesem Hintergrund fordert der Philologenverband Sachsen:
(1) Die Änderung der Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung zum 01.02.2026 dahingehend, dass Einschränkungen des Maßnahmenpaketes aufgehoben und die Ergebnisse der Arbeitszeituntersuchung angemessene Beachtung finden.
(2) Das Einberufen eines Runden Tisches durch das SMK, um gemeinsam mit den Interessenvertretungen der Lehrkräfte eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen.
0
Beiträge

