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Tarifabschluss 2026

Philologenverband Sachsen e.V.
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Tarifabschluss 2026

PVS 2025
Veröffentlicht von PVS in News · Donnerstag 26 Feb 2026 · Lesezeit 1:30

Der Tarifabschluss TV-L 2026 sieht eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,8% zum 1. April 2026 (mindestens jedoch 100 €), weitere 2,0% zum 1. April 2027 sowie eine zusätzliche Steigerung um 1,0% zum 1. Januar 2028 bei einer Laufzeit von insgesamt 27 Monaten vor.
Damit wird in etwa das Niveau des TVöD Abschlusses 2025 erreicht, sodass der Abstand zwischen den Ländern einerseits und Bund und Kommunen andererseits nicht weiter anwächst, ohne dass die ursprünglichen deutlich höheren Forderungen der Gewerkschaften erfüllt worden wären.

Aus Sicht des Deutschen Philologenverbandes sichert dieser Abschluss einen gewissen Realeinkommenszuwachs und verhindert, dass der Abstand zum TVöD weiter größer wird; damit wurde lediglich ein Minimalziel erreicht, das die strukturellen Probleme der Bezahlung von Lehrkräften aber nicht löst. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels an Schulen bleibt der Abschluss deutlich hinter dem zurück, was zur nachhaltigen Sicherung der Attraktivität des Lehrerberufs und der Gewinnung qualifizierter Lehrkräfte erforderlich wäre.

Besonders problematisch ist die konsequente Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite gegenüber strukturellen Verbesserungen. Die TdL hat sich in den Verhandlungen darauf beschränkt, rote Linien zu markieren und ein substanzielles Angebot lange Zeit vermieden, sodass am Ende weder bei der stufengleichen Höhergruppierung noch bei der Jahressonderzahlung Verbesserungen durchgesetzt werden konnten. Gerade diese Punkte wären jedoch entscheidend gewesen, um Entwicklungsperspektiven von Leistungsträgern im Schulbereich zu stärken und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber der Privatwirtschaft zu verbessern.

Für die Lehrkräfte bedeutet der Abschluss daher lediglich kurzfristig eine leichte Entlastung beim Einkommen, langfristig aber das Fortbestehen der strukturellen Schieflagen im Tarifgefüge und ein weiterer Verlust an Attraktivität des öffentlichen Schuldienstes im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchs- und Führungskräfte.



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