12.09.2017 PVS zur OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017“

Bildungssystem droht in Schieflage zu geraten!

Insgesamt sei die neue OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017“ ein Kompliment für das deutsche Bildungswesen, betont der PVS-Landesvorsitzende Frank Haubitz. Dies zeige sich u.a. darin, dass Deutschland einen der geringsten Anteile von jungen Menschen aufweist, die weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung sind.

Erfreulich ist der hohe Studierendenanteil im OECD-Vergleich in den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen und die äußerst positive Rolle des deutschen Berufsbildungssystems für die hohe Beschäftigungsquote.
Große Sorge bereitet aber dem PVS-Vorsitzenden der dramatische Anstieg der Studienanfänger in Deutschland von 2005 bis 2015 von 43 % auf 63 %.

„Das ist der höchste Anstieg im Vergleich aller OECD-Länder. Ich befürchte, dass dieser unkontrollierte starke Anstieg, bei dem hinter vielen Studienberechtigungen keine Studienbefähigung mehr steht, den jetzt schon schmerzhaft spürbaren Mangel an Lehrstellenbewerbungen und Facharbeitern in Sachsen noch verstärken wird! Der akute Mangel an gut ausgebildeten Oberschullehrern und die stetig steigende Anzahl an Seiteneinsteigern in dieser Schulart, werden zu einem zusätzlichen Anstieg der Anmeldezahlen an den Gymnasien führen und diese Tendenz noch befördern“, warnt Haubitz.