12.09.2017 Philologenverband kritisiert fehlende Regelungen zur Mehrarbeit

Die für Beginn des Schuljahres versprochenen Erleichterungen für Lehrkräfte und Schulleitungen sind, trotz vieler konkreter Vorschläge des Philologenverbandes, bislang ausgeblieben. Stattdessen sorgt die Strategie der „schulartübergreifenden Gerechtigkeit“ des Kultusministeriums für Frust in den Lehrerzimmern unserer Gymnasien.

Durch die massive und zudem unnötige Reduzierung des Ergänzungsbereiches kommt es schon jetzt an vielen Gymnasien verstärkt zur Anweisung von Mehrarbeit. Seit dem Schuljahr 2017/18 wird Mehrarbeitsunterricht ab der ersten Stunde vergütet, sofern eine Verrechnung mit ausfallenden Unterrichtsstunden innerhalb desselben Kalendermonats nicht möglich ist. Vollbeschäftigte erhalten je geleisteter Stunde 30,23 € brutto, Teilzeitbeschäftigte bis zum Erreichen von 26 Stunden eine anteilige Vergütung.

Nach Ansicht des PVS ist vor allem nicht hinnehmbar, dass

-    für zu leistende Mehrarbeitsstunden keine Obergrenze existiert,
-    insbesondere Teilzeitkräfte über die Maßen zu Vertretungen eingesetzt werden könnten,
-    Wandertage, Schulfahrten, Prüfungen und Ähnliches nicht als Mehrarbeit zählen sollen und
-    Mehrarbeit nicht mehr mit Freizeit ausgeglichen werden kann.

Es reicht: Die Arbeitsbelastung der Gymnasiallehrer ist zu hoch!

Um seine Forderungen zu untersetzen und ihnen sowohl in den ständigen Ge-sprächen mit Vertretern des Kultusministeriums als auch der intensiven Arbeit in den Personalräten aller Stufen Nachdruck zu verleihen, wird der Philologenverband in Kooperation mit dem Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock Anfang 2018 eigenständig eine Untersuchung zur Arbeitszeit, Belastung und Gesundheit bei Gymnasiallehrkräften durchführen.

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