05.12.2017 Mehrzahl der Sächsischen Lehrervertretungen einig: Lehrer-Verbeamtung muss kommen!

Mit dem Philologenverband Sachsen (PVS), dem Sächsischen Lehrerverband (SLV) und dem Berufsschullehrerband (LVBS) begrüßen drei der vier mitgliederstärksten Lehrergewerkschaften Sachsens die Absicht des sächsischen Kultusministers, Lehrkräften bis zum Alter von 46 Jahren ab dem Jahr 2019 die Verbeamtung zu ermöglichen, mit Nachdruck. Allein durch diese Maßnahme können deutlich mehr Absolventen in Sachsen gehalten, der Abwanderung von Kollegen in andere Bundesländer entgegengewirkt und Lehrkräfte zur Rückkehr in den Freistaat bewegt werden. So sollte Sachsen im Kampf um Neueinstellungen von Lehrkräften endlich wettbewerbsfähig sein.

Für Kolleginnen und Kollegen, die nicht verbeamtet werden können oder wollen, fordert der Philologenverband Sachsen einen äquivalenten finanziellen Ausgleich: „Dem Entstehen einer Gerechtigkeitslücke in den Lehrerzimmern gilt es nachhaltig entgegenzutreten“, unterstreicht Steffen Pabst, amtierender Vorsitzender des PVS. „Eine angemessene Erhöhung des Nettogehaltes entbindet den Freistaat jedoch nicht von der dringend notwendigen Umsetzung entlastender Maßnahmen für alle Lehrerinnen und Lehrer. Die im Schulleiterbrief des Kultusministers vom 15.11.2017 dafür benannten Möglichkeiten sollten daher umgehend geprüft und schnellstmöglich umgesetzt werden.“