23.05.18 Fehlende Entlastungen gefährden Lehrergesundheit!

Der aktuelle Lehrermangel und die in diesem Zusammenhang seit Jahren unzureichenden Maßnahmen des Kultusministeriums verursachen für die Lehrkräfte an sächsischen Gymnasien eine Arbeitsbelastung, die zunehmend die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer gefährdet. Dies kann als eine Verletzung der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers nach §617 – 619 BGB gewertet werden.

Der exzellente Ruf des sächsischen Bildungssystems beruht nicht unerheblich auf dem häufig das normale Maß übersteigenden Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. Wie entscheidend dieser Einsatz für die Bildungsbiografien vieler Schülerinnen und Schüler ist, hat der Bildungsforscher John Hattie im Jahr 2008 nachgewiesen: Was Schüler lernen, bestimmt der einzelne Pädagoge!

Der Notwendigkeit, den Lehrkräften nachweisbar dringend erforderliche Entlastungen zu gewähren, wird die Staatsregierung auch mit dem aktuellen Handlungsprogramm nicht gerecht! Damit vernachlässigt der Freistaat wiederholt seine allgemeine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber. Zu den Pflichten des Arbeitnehmers gehört gemäß §611 BGB die Erbringung einer durchschnittlichen Arbeitsleistung. Selbstausbeutung schreibt der Gesetzgeber nicht vor.

Achten Sie auf Ihre Gesundheit! Prüfen Sie Ihre Arbeitsbelastung und entscheiden Sie, ob Ihre Kraft auch weiterhin für

Der PVS fordert

Die Umsetzung dieser Entlastungen wäre ein erster Schritt im Sinne der Gesundheitsfürsorge und Wertschätzung besonders der Lehrerinnen und Lehrer, die das sächsische Bildungssystem in den letzten 28 Jahren aufgebaut und getragen haben. Darüber hinaus dienten diese Maßnahmen der Qualitätssicherung gymnasialer Ausbildung im Freistaat.

Herr Minister, bessern Sie das Handlungsprogramm schnellstmöglich signifikant nach!

PVS-Information zum Herunterladen